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Volume VII - Os Mistérios, Um Poema Inacabado de Goethe 1
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Notas :
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 INTRODUÇÃO                                                              

                                                                             1 

Os Mistérios (Die Geheimnisse), uma das mais profundas criações de Goethe, foi composto em circunstâncias muito especiais.

            Em meados de Agosto de 1768, e em consequência de uma grave hemorragia cerebral, Goethe passou por aquilo que hoje se denominaria uma experiência de quase morte. Os pais levaram-no para Frankfurt am Mein a fim de ficar aos cuidados do doutor Johann Friedrich Metz, um homem misterioso, que preparava os seus remédios em segredo, extremamente dedicado aos seus doentes, para quem a cura do corpo devia ser acompanhada pela conversão da alma, enfim,  um verdadeiro médico Rosacruciano[1][1].

Disse Rudolf Steiner[2][2] que nesta fase Goethe se aproximou de uma fonte Rosacruz; creio bem que essa fonte foi o Dr. Metz, o qual, durante a sua longa convalescença, lhe deu a ler obras de Jacob Boehme, Paracelsus e Van Helmont, todos verdadeiros Rosacruzes, e o introduziu no cenáculo de Susanna Von Klettenberg, uma dama da aristocracia que dirigia um círculo Rosacruciano[3][3], onde Goethe se dedicou ao estudo da filosofia oculta, da astrologia e da alquimia, e se interessou pelo misticismo religioso. 

Ao princípio, Goethe não se apercebeu da  iniciação por que tinha passado em virtude da mesma só muito lentamente se ter ido revelando frutuosa, embora lhe tenha permitido “cumprir uma missão Rosacruz muito especial”, conforme diz Steiner, o qual nada mais acrescenta  porque, afirma,  mais não é possível escrever sobre estes assuntos[4][4]. Esta iniciação, prossegue este filósofo e ocultista Rosacruciano, actuou na sua alma como uma corrente poética que iria influenciar todas as suas subsequentes produções literárias, das quais a primeira foi, precisamente,Die Geheimnisse (Os Mistérios), a que se seguiram as partes das duas obras sobre Wilhelm Meister que representam a peregrinação e a transubstanciação da alma, e mais tarde, já com plena consciência do que acontecera, o material básico do Fausto, em especial da segunda parte, e Das Märchen (O Conto da Serpente Verde).

                                                                                             2

 Os Mistérios (Die Geheimnisse) é um poema Rosacruciano por excelência.

 

Para além das referências ao  símbolo da Cruz, consolo e esperança do mundo inteiro, e às Rosas com que alguém a abraçou, Goethe descreve-nos uma misteriosa comunidade de doze irmãos que um décimo terceiro reuniu num mosteiro, onde, retirados do mundo, vivem em completa paz e harmonia; é uma alusão aoColégio dos Doze Sábios onde o Ego que iria encarnar como Christian Rosenkreuz, passou a última fase da sua longa preparação iniciática.

            Os Mistérios é um poema inacabado, composto  por quarenta e cinco oitavas, e extremamente difícil de interpretar, conforme o próprio autor nos avisa logo na segunda estância, ao dizer “... não creia alguém que à custa de reflectir / Poderá um dia decifrar por inteiro esta balada”. E essa interpretação continuou fora ao alcance do comum dos mortais mesmo depois de Goethe ter explicado a um grupo de estudantes da Universidade de Königsberg o que pretendera ao criar o poema[5][5]. Aliás, o próprio Rudolf Steiner, um dos maiores especialistas em Goethe, fez a interpretação, não da totalidade do poema, mas apenas de algumas passagens[6][6]. 

                                                                                  3

            A presente página está dividida em duas partes: a primeira contem o poema em alemão e a sua tradução em português, amavelmente feita por Raul Guerreiro, um nosso compatriota radicado na Alemanha e ligado à Sociedade Antroposófica, cuja preciosa colaboração tornou possível este trabalho; a segunda parte contem o artigo de Goethe, traduzido pelo cidadão brasileiro Gusmão de Oliveira Manzur, e a conferência onde Steiner interpreta parte do poema, traduzida, também, por Raul Guerreiro.  

 

PRIMEIRA PARTE   

J.W.  von Goethe   

DIE GEHEIMNISSE

I

 

Ein wunderbares Lied ist euch bereitet;

Vernehmt es gern, und jeden ruft herbei!

Durch Berg' und Täler ist der Weg geleitet;

Hier ist der Blick beschränkt, dort wieder frei,

Und wenn der Pfad sacht in die Büsche gleitet,

So denket nicht, daß es ein Irrtum sei;

Wir wollen doch, wenn wir genug geklommen,

Zur rechten Zeit dem Ziele näher kommen.  

 

II

 

Doch denke niemand, daß mit vielem Sinnen

Das ganze Lied er je enträtseln werde:

Gar viele müssen vieles hier gewinnen,

Gar manche Blüten trägt die Mutter Erde;

Der eine geht mit düsterm Blick von hinnen,

Der andre weilt mit fröhlicher Gebärde:

Ein jeder soll nach seiner Lust genießen,

Für manchen Wandrer soll die Quelle fließen.

  

III

Ermüdet von des Tages langer Reise,

Die auf erhabnen Antrieb er getan,

An einem Stab nach frommer Wandrer Weise

Kam Bruder Markus, außer Steg und Bahn,

Verlangend nach geringem Trank und Speise,

In einem Tal am schönen Abend an,

Voll Hoffnung in den waldbewachsnen Gründen

Ein gastfrei Dach für diese Nacht zu finden.


IV

 

Am steilen Berge, der nun vor ihm stehet,

Glaubt er die Spuren eines Wegs zu sehn,

Er folgt dem Pfade, der in Krümmen gehet,

Und muß sich steigend um die Felsen drehn;

Bald sieht er sich hoch über's Tal erhöhet,

Die Sonne scheint ihm wieder freundlich schön,

Und bald sieht er mit innigem Vergnügen

Den Gipfel nah vor seinen Augen liegen.

 

V

Und nebenhin die Sonne, die im Neigen

Noch prachtvoll zwischen dunkeln Wolken thront;

Er sammelt Kraft, die Höhe zu ersteigen,

Dort hofft er seine Mühe bald belohnt.

Nun, spricht er zu sich selbst, nun muß sich zeigen,

Ob etwas Menschlichs in der Nähe wohnt!

Er steigt und horcht und ist wie neu geboren:

Ein Glockenklang erschallt in seinen Ohren.


VI

 

Und wie er nun den Gipfel ganz erstiegen,

Sieht er ein nahes, sanft geschwungnes Tal.

Sein stilles Auge leuchtet von Vergnügen;

Denn vor dem Walde sieht er auf einmal

In grüner Au ein schön Gebäude liegen.

So eben trifft's der letzte Sonnenstrahl:

Er eilt durch Wiesen, die der Tau befeuchtet,

Dem Kloster zu, das ihm entgegen leuchtet.

 

VII

 

Schon sieht er dicht sich vor dem stillen Orte,

Der seinen Geist mit Ruh und Hoffnung füllt,

Und auf dem Bogen der geschlossnen Pforte

Erblickt er ein geheimnisvolles Bild.

Er steht und sinnt und lispelt leise Worte

Der Andacht, die in seinem Herzen quillt,

Er steht und sinnt: Was hat das zu bedeuten?

Die Sonne sinkt und es verklingt das Läuten.


 VIII

 

Das Zeichen sieht er prächtig aufgerichtet,

Das aller Welt zu Trost und Hoffnung steht,

Zu dem viel tausend Geister sich verpflichtet,

Zu dem viel tausend Herzen warm gefleht,

Das die Gewalt des bittern Tods vernichtet,

Das in so mancher Siegesfahne weht:

Ein Labequell durchdringt die matten Glieder ,

Er sieht das Kreuz, und schlägt die Augen nieder .

 

IX

 

Er fühlet neu, was dort für Heil entsprungen,

Den Glauben fühlt er einer halben Welt;

Doch von ganz neuern Sinn wird er durchdrungen,

Wie sich das Bild ihm hier vor Augen stellt:

Es steht das Kreuz mit Rosen dicht umschlungen.

Wer hat dem Kreuze Rosen zugesellt?

Es schwillt der Kranz, um recht von allen Seiten

Das schroffe Holz mit Weichheit zu begleiten.

 

 X

Und leichte Silber-Himmelswolken schweben,

Mit Kreuz und Rosen sich empor zu schwingen.

Und aus der Mitte quillt ein heilig Leben

Dreifacher Strahlen, die aus einem Punkte dringen;

Von keinen Worten ist das Bild umgeben,

Die dem Geheimnis Sinn und Klarheit bringen.

In Dämmerschein, der immer tiefer grauet,

Steht er und sinnt und fühlet sich erbauet.

 

 XI

 

Er klopft zuletzt, als schon die hohen Sterne

Ihr helles Auge zu ihm nieder wenden.

Das Tor geht auf und man empfängt ihn gerne

Mit offnen Armen, mit bereiten Händen.

Er sagt, woher er sei, von welcher Ferne

Ihn die Befehle höhrer Wesen senden.

Man horcht und staunt. Wie man den Unbekannten

Als Gast geehrt, ehrt man nun den Gesandten.

 

XII

 

Ein jeder drängt sich zu, um auch zu hören,

Und ist bewegt von heimlicher Gewalt,

Kein Odem wagt den seltnen Gast zu stören,

Da jedes Wort im Herzen widerhallt.

Was er erzählet, wirkt wie tiefe Lehren

Der Weisheit, die von Kinderlippen schallt:

An Offenheit, an Unschuld der Gebärde

Scheint er ein Mensch von einer andern Erde.

 

XIII

 

"Willkommen", ruft zuletzt ein Greis, "willkommen,

Wenn deine Sendung Trost und Hoffnung trägt!

Du siehst uns an; wir alle stehn beklommen,

Obgleich dein Anblick unsre Seele regt:

Das schönste Glück, ach! wird uns weggenommen,

Von Sorgen sind wir und von Furcht bewegt.

Zur wicht'gen Stunde nehmen unsere Mauern

Dich Fremden auf, um auch mit uns zu trauern:

 

XIV

 

Denn, ach, der Mann, der alle hier verbündet,

Den wir als Vater, Freund und Führer kennen,

Der Licht und Mut dem Leben angezündet,

In wenig Zeit wird er sich von uns trennen,

Er hat es erst vor kurzem selbst verkündet;

Doch will er weder Art noch Stunde nennen:

Und so ist uns sein ganz gewisses Scheiden

Geheimnisvoll und voller bittren Leiden.

 

XV

 

Du siehest alle hier mit grauen Haaren,

Wie die Natur uns selbst zur Ruhe wies:

Wir nahmen keinen auf, den, jung an Jahren,

Sein Herz zu früh der Welt entsagen hieß.

Nachdem wir Lebens Lust und Last erfahren,

Der Wind nicht mehr in unsre Segel blies,

War uns erlaubt, mit Ehren hier zu landen,

Getrost, daß wir den sichern Hafen fanden.

 

XVI

 

Dem edlen Manne, der uns hergeleitet,

Wohnt Friede Gottes in der Brust;

Ich hab' ihn auf des Lebens Pfad begleitet,

Und bin mir alter Zeiten wohl bewußt;

Die Stunden, da er einsam sich bereitet,

Verkünden uns den nahenden Verlust.

Was ist der Mensch, warum kann er sein Leben

Umsonst, und nicht für einen Bessern geben?

 

XVII

Dies wäre nun mein einziges Verlangen:

Warum muß ich des Wunsches mich entschlagen?

Wie viele sind schon vor mir hingegangen !

Nur ihn muß ich am bittersten beklagen.

Wie hätt er sonst so freundlich dich empfangen!

Allein er hat das Haus uns übertragen;

Zwar keinen noch zum Folger sich ernennet,

Doch lebt er schon im Geist von uns getrennet.  

 

XVIII

 

Und kommt nur täglich eine kleine Stunde,

Erzählet, und ist mehr als sonst gerührt:

Wir hören dann aus seinem eigenen Munde,

Wie wunderbar die Vorsicht ihn geführt;

Wir merken auf, damit die sichre Kunde

Im kleinsten auch die Nachwelt nicht verliert;

Auch sorgen wir, daß einer fleißig schreibe,

Und sein Gedächtnis rein und wahrhaft bleibe.

 

XIX

 

Zwar vieles wollt' ich lieber selbst erzählen,

Als ich jetzt nur zu hören stille bin:

Der kleinste Umstand sollte mir nicht fehlen,

Noch hab ich alles lebhaft in dem Sinn;

Ich höre zu und kann es kaum verhehlen,

Daß ich nicht stets damit zufrieden bin:

Sprech ich einmal von allen diesen Dingen,

Sie sollen prächtiger aus meinem Munde klingen.  


XX

Als dritter Mann erzählt' ich mehr und freier ,

Wie ihn ein Geist der Mutter früh verhieß,

Und wie ein Stern bei seiner Taufe Feier

Sich glänzender am Abendhimmel wies,

Und wie mit weiten Fittichen ein Geier

Im Hofe sich bei Tauben niederließ;

Nicht grimmigstoßend und wie sonst zu schaden,

Er schien sie sanft zur Einigkeit zu laden.

  


[1][1] Pierre Montloin e Jean-Pierre Bayard, Os Rosa-Cruz, Lisboa, Edições 70, 1979, p. 78.

[2][2]  Rudolf Steiner (1861-1925) nasceu em Kraljevic, então Império Austro-Húngaro, hoje Croácia. Era um filósofo e cientista, mas também teósofo, iniciado Rosacruciano e um clarividente voluntário. Foi o editor das obras científicas de Goethe e colaborador da edição das suas demais produções literárias, tendo-se tornado um dos mais profundos conhecedores do seu pensamento. Em 1912 fundou a Antroposofia, um movimento espiritualista baseado nos conhecimentos que o Ego desenvolvido proporciona ao homem e lhe permitem o  acesso aos mundos espirituais. Em 1913 criou o Goetheanum, uma escola de ciência espiritual, em Dornach, Suiça, para promover os seus métodos educacionais, dando origem a um outro movimento, o das escolas Waldorf, que continua em plena actividade na Europa, incluindo Portugal, e nos EUA. Steiner proferiu cerca de seis mil conferências e escreveu alguns livros, o principal dos quais é A Filosofia da Liberdade (1894). 

   As referências constam em La Teosofia del Rosacruz, 1ª ed. em castelhano, trad. Blanca Sánchez de Muniain, Madrid, Editorial Rudolf Steiner, 1988, pp. 15-16,  e em Goethe e suas relações com o Rosacrucismo,  apontamento sem data afixado ao final da conferênciaO Mistério dos Rosacruzes, proferida em 4 de Novembro de 1904, in Vol. nº 93 das Obras Completas de Rudolf Steiner, Dornach, Suiça,Editora Rudolf Steiner, 1979, trad. Raul Guerreiro.  

[3][3] Christian Lepinte, Goethe et l’Occultisme, citado por Pierre Montloin e Jean-Pierre Bayard em Os Rosa-Cruz, pp. 78 e 79.

[4][4] Apontamento Goethe e suas relações com o Rosacrucismo.

[5][5] Artigo publicado em 27 de Abril de 1816.

[6][6] Conferência proferida em 25 de Dezembro de 1907, em Colónia.

OS MISTÉRIOS
                             Trad. Raul Guerreiro

I
 
Uma magnífica balada vos está reservada;
Com agrado a escutai, e a todos conclamai!
Por vales e montanhas a vereda avança;
Aqui a visão se limita, ali outra vez se liberta,
E se a senda de manso se embrenha na mata,
Não imaginai que se trata de engano;
O que queremos, após o bastante subirmos,
É em boa hora nos acercarmos da meta.
 
II
 
Mas não creia alguém que à custa de reflectir
Poderá um dia decifrar por inteiro esta balada:
Muita gente deverá aqui imenso ganhar,
Pois variegados frutos tem a terra-mãe a oferecer;
Uns há que, de olhar sombrio, se afastam daqui,
Enquanto outros, de ânimo alegre, se deixam ficar:
Goze assim cada um segundo o seu prazer,
Para alguns peregrinos a fonte deverá brotar.
 
III
Fatigado da longa e penosa jornada,
Que ele por elevado impulso encetara,
De bastão na mão, a modos de peregrino devoto,
Chegou o irmão Marcus, por rumos erradios
E carente de algo comer e beber,
Num fim-de-tarde ameno a um vale,
Desejoso de naqueles baixios arborizados
Encontrar um tecto acolhedor onde pernoitar.
 
IV
 
No monte escarpado que se depara à sua frente,
Crê entrever os vestígios de um caminho;
Segue então o sendeiro, que em curvas avança,
Tendo que contornar rochedos para poder subir;
Em breve se encontra elevado sobre o vale,
Enquanto o Sol de novo o alumia com afável luz,
E em breve ele avista, com íntima satisfação,
O cimo do monte ao alcance do seu olhar.

 
V
E ao seu lado o Sol, que no seu declínio
Reina ainda esplêndido entre nuvens obscuras;
Ele reúne forças para conseguir galgar ao topo,
Onde espera ver em breve a sua faina compensada.
"Ora bem", diz ele de si para si, "já devia se mostrar,
Se vive pelas cercanias qualquer coisa de humano!"
Após subir, põe-se à escuta e sente-se como renascido,
Conforme um repique de sinos alcança os seus ouvidos.

VI
 
E depois de atingir o pináculo máximo,
Ele avista um vale próximo, suavemente ondulado.
O seu olhar calmo reluz de satisfação;
Pois defronte à mata ele de súbito divisa
Um esbelto edifício erigido na campina verde.
Agora mesmo o último raio de Sol o veio beijar:
Rápido ele cruza os prados humedecidos de orvalho,
Rumo ao mosteiro, cuja luz vem ao seu encontro.
 
VII
 
Em breve ele se encontra junto desse lugar sereno,
Que inunda o seu espírito de paz e esperança,
E sobre a ogiva do portão cerrado
Vislumbra um misterioso ornato.
Ele pára e cisma, murmurando as palavras
De devoção que em seu coração arqueja,
E põe-se a reflectir: "O que quer isto significar?"
Baixa agora o Sol e extingue-se o som de sinos.
 
VIII
 
Ele avista aquele símbolo majestosamente erigido,
Aquele conforto e esperança para o mundo inteiro,
Em nome do qual espíritos aos milhares se prometeram
E corações aos milhares com ardor suplicaram,
O qual o poder da amargosa morte aniquilou,
E em tantos pendões triunfais vai ostentado:
Um novo alento revivesce os membros fatigados,
Enquanto os olhos baixa, após avistar a cruz.
 
IX
 
De novo ele sente a redenção que daí irrompeu,
E sente em si próprio a fé de meio mundo;
Mas eis que um novo sentido lhe invade a alma,
Perante a cena que aos seus olhos se oferece:

Rosas abraçam em profusão a cruz!
Quem terá à cruz rosas acrescentado?
A coroa parece vicejar de todos os lados
Como que a trazer brandura ao rude madeiro.
 
X
Nuvens ténues e argênteas pairam no céu,
Alteando-se com rosas e cruz nos ares,
E do centro irrompem, qual vida sagrada,
Três raios de luz, de um só ponto irradiados;
Não há palavra alguma a acompanhar esta cena,
Que possa trazer sentido e clareza ao mistério.
À luz do crepúsculo cada vez mais ensombrado
Ele põe-se de pé, medita e sente-se edificado.

XI
 
Ele bate por fim à porta, conforme as estrelas
Já elevadas lançam sobre ele o seu luzidio olhar.
Abre-se a porta e ele é recebido com alegria,
Com braços abertos, com mãos distendidas.
Ele diz então de onde vem, de que distante lugar
Os desígnios de entes superiores o enviaram.
Todos o escutam e pasmam. Honram então o enviado,
Tal como antes o visitante e estranho haviam honrado.
 
XII
 
Juntam-se depois os demais, ávidos também de ouvir,
E sentem-se comovidos por misteriosa energia.
Nenhum suspiro ousa o invulgar visitante disturbar,
Pois cada palavra faz eco nos corações.
O que ele tem a relatar age como profunda lição,
Proferida com sabedoria por lábios infantis:
Na franqueza e pureza com que se revela
Ele mais parece um habitante de outra terra.
 
XIII
 
«Bem-vindo", exclama então um velho, "bem-vindo,
Se consolo e esperança for o que a tua mensagem traz!
Bem vês, que angústia nos assola a todos,
Conquanto a nossa alma se deleite em te ver:
Mas, ah! o mais belo tesouro nos será arrebatado,
E assim vivemos mergulhados em receios e tormentos.
Em grave hora os nossos muros te vêm acolher,
Ó estrangeiro, para connosco também lamentar.
 
XIV
 
Pois, ah! o homem que todos aqui uniu,
Esse que temos por pai, amigo e guia,
Que foi pela vida abrasado com luz e coragem,
Dentro em breve de nós se apartará,
Apenas há pouco ele próprio o anunciou;
Mas sobre o quando ou o como, nada nos revela:
E assim, a certeza da sua partida é para nós
Misteriosa e repleta de amargo sofrimento.
 
XV
 
Como vês, todos aqui já temos cabelos agrisalhados,
Pois a natureza a nós próprios já ordena a descansar:
Nunca aceitámos alguém que, no verdor dos anos,
Tenha renunciado cedo demais o seu coração ao mundo.
Após termos provado das alegrias e mágoas da vida,
E conforme o vento as nossas velas já não insuflava,
Permitido nos foi vir com honra aqui aportar,
Consolados de um porto seguro descobrir.

XVI
 
Divina paz habita no peito desse homem,
Esse nobre que aqui nos conduziu;
Ao longo do sendeiro da vida o acompanhei,
E bem vivos tenho na consciência os velhos tempos;
As horas em que ele agora solitário se prepara,
Anunciam-nos a perda que se aproxima.
O que é o Homem? Por que pode ele a sua vida
Assim deixar, e não doá-la a um melhor?
 
XVII
Esse seria portanto o meu único desejo!
Por que devo abdicar de semelhante anseio?
Quantos e quantos já partiram antes de mim!
Mas só ele devo com mais amargura chorar.
Oh, com que alegria ele outrora te receberia!
Mas os encargos da casa já nos cedeu;
Embora ninguém ainda tenha tomado a sucessão,
Em espírito ele já de nós se apartou.
 
XVIII
 
Uma só breve hora diariamente vem ter connosco,
Narrando coisas, e mais do que nunca se comovendo:
Podemos então ouvir da sua própria boca,
Quão maravilhosamente o guiou a Providência;
A tudo atentamos, para que dessa revelação segura
Nenhum pormenor se perca para a posteridade;
Cuidamos até para que um de nós zelosamente tudo anote,
E assim as suas memórias permaneçam puras e fiéis.

XIX
 
Com efeito, muita coisa preferiria eu próprio contar,
Em vez de agora apenas permanecer quieto a ouvir;
O menor detalhe não me deverá escapar,
Pois tudo guardo ainda vivo na lembrança;
Oiço atento, mas só a custo consigo dissimular,
Que nem sempre estou satisfeito com tudo isso:
Se alguma vez eu falar de todas essas cousas,
Bem mais esplêndidas elas deveriam ressoar da minha boca.
 
XX
Eu, como terceiro, mais e livremente posso contar,
Como um espírito mui cedo o anunciou à mãe,
E como uma estrela, durante a celebração do seu baptismo,
Resplendente se revelou no céu crepuscular;
E também como um gavião, de asas distendidas,
Veio pousar entre as pombas no pátio;
Mas não cruel e desalmado, como de habitual,
Mas sim como a convidá-las amenamente à concórdia.
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Centro Rosacruz Max Heindel
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Reflexões dum Estudante Rosacrucista

António Monteiro Link